
Die Beta von Team Fortress 2 ist endlich draußen, und sofern man die Orange Box vorbestellt, kann man seit Montag die Betaversion von TF2 ausprobieren. Die Vorbestellung der Orange Box ist über Steam denkbar einfach. Dank des momentanen Dollar-Kurses und dem Rabatt, der derzeit durch Valve gewährt wird, kostet die Orange Box in der Vorbestellung 38 Euro. Bei Amazon ist die Orange Box für den PC mit einem Preis von 49 Euro gelistet. Direkt nach dem erfolgreichen Zahlungsvorgang per Paypal werden die entsprechenden Dateien (6,7GB) per Steam übertragen. Da sollte man je nach Bandbreite einige Stunden für den Download einplanen. Danach kann es aber dann auch schon direkt mit Team Fortress 2 beta losgehen.
Ein erster Test
Die ersten Minuten ist man natürlich erstmal etwas planlos unterwegs. Das zeigt sich auch an den vielen chaotischen Metzelszenen, die aber Spaß machen. Spaß ist sowieso das, was bei Team Fortress 2 ganz groß geschrieben wird. Die comichafte Grafik des Spieles und die liebevollen Animationen und Eigenheiten der einzelnen Klassen machen dies deutlich. Insgesamt gibt es 9 Spielerklassen pro Team.
Die verschiedenen Klassen sind in drei unterschiedliche Gruppen unterteilt: Angriff, Verteidigung und Support.

Die riesige Auswahl an Spielerklassen scheint einem am Anfang schier zu erschlagen. Doch das legt sich sehr schnell, nachdem man die einzelnen Klassen einmal ausprobiert hat. Jede Klasse ist trotz ihrer jeweiligen Eigenheiten und speziellen Möglichkeiten schnell und einfach bedienbar.
Der Spy
Eine kurze Beschreibung einer Spielerklasse am Beispiel des Spy.

Der Spy eignet sich ideal dazu, den Gegner hinter den feindlichen Linien mürbe zu machen und frühzeitig zu stören. Der Spy kann sich für eine befristete Zeit unsichtbar machen und muss dann einen Moment warten, bis seine Tarnenergie wieder aufgeladen ist. Seine Konturen sind während der Tarnung nur sehr schwer zu erkennen. Um einen Gegner attackieren zu können, also zu messern oder zu erschiessen, muss der Spy sich erst wieder sichtbar machen. In diesem recht kurzen Zeitraum ist der Spy kampfunfähig, kann also nicht attackieren oder sich verteidigen. Deswegen ist es sehr ratsam, den Gegner immer von hinten anzugreifen. Neben der Fähigkeit, sich unsichtbar machen zu können, kann der Spy sich auch als Teammitglied der gegnerischen Partei tarnen. Er hat dabei die Auswahl zwischen allen Klassen. Dies ist insofern sinnvoll, damit sich der Spy möglichst eine Klasse auswählt, die es auch im gegnerischen Team gibt. Der Spy fällt dem Gegner dann nur noch durch sein merkwürdiges Verhalten auf. Das erinnert ein bisschen an das Spielprinzip von The Ship und gibt TF2 weiteren Nervenkitzel. Neben dem sichtbaren Feind muss man nämlich auch ständig nach einem unsichtbaren Feind Ausschau halten.

Neben dem Spielspaß wird auch das Teamplay ganz groß geschrieben. Man merkt sehr schnell, wie hervorragend sich die einzelnen Klassen ergänzen und unterstützen können. So können zum Beispiel die beiden Supporter Engineer und Medic sehr wichtig sein, um das Spielziel zu erreichen. Hier werden sich mit der Zeit noch viele taktische Möglichkeiten ergeben.
Die Maps
Zu Beginn einer Map zeigt ein kleines Filmchen erste Eindrücke der Map und wie sie aufgebaut ist. Diese Filmchen lassen sich aber auch überspringen.

Die Betaversion von Team Fortress 2 bringt sechs Maps mit (cp_dustbowl, cp_granary, cp_gravelpit, cp_well, ctf_2fort und tc_hydro). Diese sind dynamisch aufgebaut. Das heißt, dass wenn ein Spielziel erreicht worden ist (z.b. Eroberung von Kontrollpunkten - capture the flag), werden weitere Areale der Map freigeschaltet, die dann erobert bzw. verteidigt oder Objekte zerstört werden müssen. Dazu kommt, das die Teams mehrfach die Seiten wechseln. So hat man bereits innerhalb einer Map viel Abwechslung.
Statistiken
Mit Team Fortress 2 kommt man das erste Mal in den Genuss ausführlicher Spielerstatistiken, die auch im Profil (Steam Community) eines jeden Spielers abrufbar sind. Die Fortschrittspunkte bei den einzelnen Klassen und Aktionen beschränken sich dabei nicht nur auf einen Gameserver, sondern werden während der gesamten Zeit, solange man dieses Spiel spielt, gesammelt.

Beim Verbindungsaufbau zu einem Gameserver bekommt man diese Übersicht angezeigt.
Beta und die Performance
Zunächst kann man nach wenigen Stunden sagen, dass sich die Beta von TF2 nicht wie eine Beta mit den typisch auffälligen Macken ‘anfühlt’. Das Spiel macht bereits einen sehr ausgereiften Eindruck. Bugs waren mir bis jetzt keine aufgefallen.
Die Spiele-Performance und damit die Hardware-Anforderungen von Team Fortress 2 sind in etwa vergleichbar mit denen von Counter-Strike: Source und Day of Defeat: Source. Nagelneue Hardware wird man also nicht benötigen. Die grafischen Einstellungen lassen sich genauso detailliert ändern wie z.b. in Day of Defeat: Source.
Fazit
Kritikpunkte gibt es bis jetzt keine.
Man findet sich schnell mit den neuen Klassen zurecht. Die Maps, die der Beta beigelegt sind, machen allesamt einen guten Eindruck, sowohl vom grafischen als auch vom Aufbau her. Trotz der taktischen Möglichkeiten, die sich auch noch mit der Zeit zunehmend ergeben werden (was einen längeren Spielspaß garantiert), ist Team Fortress 2 ein schnelles Spiel und der Metzelfaktor sehr hoch. Der Spaß steht im Vordergrund und Spaß macht das Spiel auf jeden Fall.
Ja, Team Fortress 2 hat das Zeug der Knaller dieses Jahres zu werden.



4 Kommentare vorhanden
hab bis dato nach ca 14h spielspass drei kleine, kleine bugs gefunden :) muss die heute noch reporten… aber all@all = GENIALES GAME und wirklich fast keine Bugs!! Teamplay its the way!
dataCore am 20.09.07 09:19 | Permalink
Super Bericht! Ich kanns kaum erwarten selbst meine ersten Geschütze zu errichten ;)
Max am 20.09.07 11:15 | Permalink
Können ja mal zusammen ein paar Geschütze aufstellen. :)
tech am 24.09.07 23:54 | Permalink
Toller Bericht! Da klickt man doch gerne mal auf die Google Werbung ;)
Code-Red.exe am 08.10.07 19:00 | Permalink